Sep 012019
 

"Lasst uns die Warnungen erneuern ... !"

Gedenkfeier zum Antikriegstag am Wilhelm-Krökel-Platz

Kranzniederlegung zum Antikriegstag 2019. Foto: Gegenwind

Kranzniederlegung zum Antikriegstag 2019. Foto: Gegenwind

(red) Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg. In der Bundesrepublik Deutschland wird dieser Tag alljährlich als „Antikriegstag“ begangen. Die westdeutsche Initiative für diesen Gedenktag ging vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aus, der erstmals am 1. September 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zu Aktionen aufrief. In Wilhelmshaven findet die Gedenkveranstaltung traditionell am Wilhelm-Krökel-Platz statt.

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Aug 252019
 

Bröckelnde Fassade der zivilisierten Gesellschaft

Grandios: „Der Gott des Gemetzels“ an der Landesbühne

Szene aus "Der Gott des Gemetzels". Foto: Landesbühne

Szene aus „Der Gott des Gemetzels“. Foto: Landesbühne

(iz) Zwei Ehepaare, zwei vorpubertäre Söhne, zwei ausgeschlagene Schneidezähne: Mehr braucht es nicht für ein intensives wie unterhaltsames Kammerspiel, in dem innerhalb von 80 Minuten alle Register menschlicher Interaktionen gezogen werden.

Ach ja, ein Hamster spielt dabei noch eine Rolle, er bleibt aber genauso unsichtbar wie die beiden Rotzlöffel, deren handfeste Auseinandersetzung Anlass für das Zusammentreffen der beiden Elternpaare ist. Formal werden sie sich über die Schuldfrage schnell einig, ohne große Umschweife ist das Schriftstück für die Krankenversicherung unterzeichnet. Aber es wäre ja schade, wenn das Stück nach zehn Minuten vorbei wäre – denn jetzt geht es erst richtig los. Die Eltern des schlagkräftigen Jungen sind schon im Gehen begriffen, doch dann ist es nicht nur der von den Gastgebern angebotene Kuchen, der sie zum Bleiben veranlasst. Zunächst fliegen kleine nadelspitze Bemerkungen hin und her, in scheinbar trauter Einigkeit verteidigen beide Paare ihre Brut und ihr Beziehungsgebäude. Doch im Eifer des Gefechts- zu späterer Stunde noch durch Alkohol befeuert – beginnen die Fassaden zu bröckeln und die Protagonisten sich zu entblößen. Die Solidarität der Paarbeziehungen löst sich auf. Es folgt ein fortwährender Rollentausch im klassischen Verfolger-Opfer-Retter-Dreieck, statt zwei gegen zwei heißt es am Ende jede*r gegen jede*n. Was von der Anlage her nach Boulevard-Komödie riecht, entpuppt sich als tiefgründige Kritik an den Konventionen unserer scheinbar zivilisierten Gesellschaft. So amüsant die scharfzüngigen Dialoge auch sind, beim Zuschauen bleibt das Lachen oft im Halse stecken, weil sich jede*r in den Protagonisten wiedererkennt.

Das Stück „Der Gott des Gemetzels“ der französischen Autorin Yasmina Reza eroberte nach der Uraufführung 2006 die Bühnen der Welt. Allein im deutschsprachigen Raum wurde es an über 90 Theatern gespielt. Mit der Verfilmung von Roman Polanski 2011 gelangte es auch über Theaterkreise hinaus zu Weltruhm. Abgesehen von zwei Außenaufnahmen bleibt jedoch auch der Hollywood-Film ein Kammerspiel, das macht ihn so besonders – er lebt von den pointierten Texten und damit vom Spiel der Mitwirkenden. Genau wie auf der Bühne, und das machen die vier vom Ensemble der Landesbühne ganz großartig: Aida-Ira El-Eslambouly als Anette, die als Anlageberaterin zunächst auch diesen privaten (Vor)Fall kühl-professionell abwickeln will, bis es ihr im wahrsten Sinne des Wortes hochkommt; Sven Heiß als ihr Gatte Alain, der während des Vierer-Disputs ständig am Handy hängt, um als Anwalt eines Pharmakonzerns einen Skandal zu vertuschen; Aom Flury als Michel, der bodenständige Haushaltswarenhändler und Familienvater, der sich am Ende als Zyniker entpuppt; und Ramona Marx als sozial engagierte Buchautorin Véronique, die inmitten des Gemetzels immer wieder an das Gute appelliert, bis auch ihr am Ende sichtbar fast die Halsschlagader platzt. Alle vier spielen sich (unter Regie von Krystyn Tuschhoff, cooles Bühnenbild: Uta Materne) nach und nach in Rage und entwickeln und entlarven dabei überzeugend ihre Rollencharaktere – absolut sehenswert!

Abspann: Für diese wundervolle Inszenierung kommen weder Hamster noch andere Tiere zu Schaden, wohl aber ein Blumenstrauß.

Weitere Termine im TheOs Wilhelmshaven: Sa., 31/08/2019, 20.00 Uhr; Sa., 14/09/2019, 20.00 Uhr; Do., 26/09/2019, 20.00 Uhr; Mi., 02/10/2019, 20.00 Uhr; So., 13/10/2019, 18.00 Uhr; Fr., 25/10/2019, 20.00 Uhr; Fr., 01/11/2019, 20.00 Uhr; Sa., 09/11/2019, 20.00 Uhr; Mo., 25/11/2019, 20.00 Uhr. Weitere Termine möglich!

Aug 222019
 

[SCM]actwin,0,0,0,0;Plakat_Antikriegstag_WHV_2019.pdf - Adobe Acrobat Acrobat 22.08.2019 , 14:36:56

Gedenkfeier zum 1. September – Antikriegstag 2019

Pressemitteilung vom 22.08.2019 * Seit 1957 steht der 1. September, der Antikriegstag, für Frieden, Demokratie und Freiheit. Mit dem Antikriegstag erinnern die Gewerkschaften zusammen mit der Friedensbewegung an den Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen und den Beginn des zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 mit über 60 Millionen Toten. Unter den Verfolgten, Misshandelten und Ermordeten waren Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende. Achtzig Jahre nach Beginn des grauenhaften Vernichtungskrieges der Nazis haben wir allen Anlass, am Antikriegstag daran zu erinnern, wohin das Wiedererstarken von blindwütigem Nationalismus und Militarismus, von Menschenfeindlichkeit und Rassismus führen kann.

Die aktuelle Weltlage verdeutlicht, dass Demokratie, Frieden und Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist, sondern immer wieder entschlossen verteidigt werden muss. Der DGB Kreisverband Wesermarsch ruft alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an einer

Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung

am 01.09.2019, um 11:15 Uhr

am Wilhelm-Krökel-Platz (Werft-, Ecke Börsenstraße) auf.

Axel Opitz – DGB Vorsitzender des Stadtverbandes Wilhelmshaven wird die Gedenkveranstaltung um 11:15 Uhr eröffnen. Die diesjährige Rede zum Antikriegstag unter dem Motto „Nie wieder Krieg,  nieder wieder Faschismus!“ hält Dorothee Jürgensen – Regionsgeschäftsführerin DGB Region Oldenburg-Ostfriesland.

„Der Kampf gegen Faschismus, nationalistische Kriegstreiberei und bedingungsloses Wettrüsten ist längst nicht vorbei. Deshalb ist es so wichtig am Antikriegstag ein deutliches Zeichen gegen Krieg und Faschismus und für eine starke Demokratie und Freiheit zu setzen“, betont Axel Opitz.

Auch heute sind rund 70 Millionen Menschen vor Krieg und Bürgerkrieg, vor politischer Verfolgung, vor Naturkatastrophen und Armut auf der Flucht. All diese Probleme lassen sich nur mit weniger statt mit mehr Waffen lösen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, engagiert sich der DGB in der Friedensinitiative „Abrüsten statt Aufrüsten“. Deren Aufruf gegen das Zwei-Prozent-Ziel der NATO haben inzwischen mehr als 150.000 Unterstützerinnen und Unterstützer unterzeichnet. Der DGB ruft öffentlich dazu auf, den Aufruf mit zu unterschreiben und sich an den zahlreichen Aktionen der Initiative sowie an den Gedenkveranstaltungen zum Antikriegstag zu beteiligen. (https://abruesten.jetzt )

Plakat_Antikriegstag_WHV_2019

Antikriegstagsaufruf 2019

Aug 092019
 

[SCM]actwin,0,0,0,0;PM_RetteDeinTheater_ZweitePetitionZurMitzeichnungOnline.pdf - Adobe Acrobat Acrobat 10.05.2019 , 14:18:14

Das Kulturkarussell dreht sich wieder

Am 17. August gibt es vieles im Stadttheater und der Nachbarschaft zu entdecken – Neuerungen und Altbewährtes beim traditionellen Kulturnachmittag zur Spielzeiteröffnung der Landesbühne Niedersachsen Nord
Schon mal beim Intendanten im Büro gewesen? Eine Pyro- und Gefahrenshow auf der Bühne erlebt? Bei einer Führung die Katakomben des Theaters entdeckt? Das KULTURKARUSSELL dreht sich in diesem Jahr bunter, funkensprühender und nachhaltiger.
Zur Eröffnung der Spielzeit 2019/20 lädt der Tag der offenen Tür am Samstag, 17. August, ab 14 Uhr zu spannenden Einblicken in die Theaterwelt und zeigt die Menschen, die all dies ermöglichen: Die Bühnentechniker*innen lassen in der Montagehalle die Muskeln spielen, der Marketingleiter macht persönliche Plakate, die Dramaturg*innen nehmen Stückwünsche entgegen, das Ensemble probt, liest und singt auf den Probebühnen und die Theaterwerkstätten können mit der ganzen Familie erkundet werden, bevor die allseits beliebte Kostümversteigerung um 17.00 Uhr beginnt.

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Aug 072019
 

[SCM]actwin,0,0,0,0;E-Politischen Sommerfest_presse.pdf - Adobe Acrobat Acrobat 07.08.2019 , 22:12:38

laden ein,

zum politischen Sommerfest am 10.08.2019, Weserstraße 49 b, 26382 Wilhelmshaven

Wer gut kämpft, soll auch gut feiern!

…und zu feiern haben wir einiges…

Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Insolvenzhilfevereins, der DGB Rechtsstelle und der DGB Geschäftsstelle sowie 25 Jahre Bestehen der Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven/Friesland.
Hierzu laden wir Sie/Euch herzlich ein.
In entspannter Atmosphäre eines Grillfestes möchten wir die Gelegenheit nutzen, Ihnen/Euch für die Unterstützung, für die unzähligen ehrenamtlich geleisteten Stunden und für das politische Engagement zu danken.

Programm

14:00 Uhr Eintreffen der Gäste

14:30 Uhr Begrüßungsworte

Grußwort von Holger Ansmann,

SPD, MdL und Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Migration

Rede von Horst Schmitthenner

Vorstand des Fördervereins gewerkschaftlicher Arbeitslosenarbeit e.V. und ehemaliges Mitglied im Hauptvorstand der IGM für Sozialpolitik

15:30 Uhr

Polit-Talk – Engagierte Menschen haben das Wort!

Musikalisch begleitet uns Karsten Höfft

Anschließend geselliges Beisammensein und Zeit zum Austausch.

Jul 232019
 

Ignoranter Startschuss

Norddeutsche Hafenkooperation mit Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven würde die Elbvertiefung überflüssig machen

Elbinsel bei Glückstadt. Foto: Gegenwind

Elbinsel bei Glückstadt. Foto: Gegenwind

Am heutigen Dienstag läuten Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann den Start der Arbeiten für die umstrittene Elbvertiefung ein. Damit beginnt die größte Flussvertiefung aller Zeiten an der Tideelbe. Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF befürchten gravierende Verschlechterungen für die Flussökologie und halten das Projekt weiterhin für rechtswidrig.

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Jul 062019
 

Seenotrettung kennt keine Grenzen

Demonstration auf dem Börsenplatz gegen das Ertrinken im Mittelmeer. Foto: Gegenwind

Demonstration auf dem Börsenplatz gegen das Ertrinken im Mittelmeer. Foto: Gegenwind

(iz) Bundesweit demonstrierten heute etwa 45.000 Menschen in über 100 Städten und Gemeinden für die Rettung in Seenot geratener Flüchtlinge im Mittelmeer und gegen die Kriminalisierung der Retter*innen. In Wilhelmshaven folgten gut 120 Menschen dem Aufruf der regionalen Initiative „Meer Menschlichkeit“ zu einer Kundgebung auf dem Börsenplatz und sprachen sich dafür aus, dass Wilhelmshaven „sicherer Hafen“ für Geflüchtete wird.

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Jul 042019
 

In seinem Leserbrief reagiert Rainer Klosse auf den WZ-Gastbeitrag von Lutz Bauermeister vom 25.6.2019 mit dem Titel „Debatte über CO2-Vermeidung statt Klima-Religion“:

Vielen Dank, Herr Bauermeister, dass Sie zum Ende Ihres Artikels festgestellt haben, dass der Klimawandel am Ende außer Frage steht. Der vorangestellte Artikel jedoch diffamiert, ja beleidigt alle die ein Klima gerechtes Handeln anmahnen. Stattdessen stellen Sie sich als Kenner wirtschaftlichen, liberalen Handelns vor. Um es mit Ihren Worten zu beschreiben, habe ich an keiner Stelle beobachten können, dass Sie Ihren Taschenrechner tatsächlich benutzt haben, uns mitteilen wie Sie Ergebnisse erreichen wollen.

Gemischt mit Halbwahrheiten, persönlicher Meinungen und Aneinanderreihung von Schlagworten, die in diesem Zusammenhang Verunsicherung hervorrufen sollen, macht mir Ihr Artikel Angst.

Das nach Ihrer Ansicht über Deutschland lachende China hat uns im Bereich Photovoltaik, Elektrospeicher und Elektromobilität in der Technologie bereits überholt. Entgegen Ihrer Suggestion hat China das Pariser Klimaabkommen unterschrieben und nimmt seine Ziele ernst. Die Anzahl von neu installierten Windenergieanlagen lassen auf Fachkonferenzen den Experten den Mund offenstehen.

Eine Methode des wirtschaftlichen Handels ist, Ergebnisse vom Ende zu betrachten (top to down). Damit beginnt ein jeder externe und bis dahin unbeteiligte Firmenberater. Hier stellen z.B. die „Fridays for Future“ Kinder fest, dass die von Ihnen genannten „Kraftanstrengungen“ leider nicht genug sind.

Ich würde mir wünschen, dass jeder in seinen „Gast Beiträgen“ von den Dingen berichtet, die er auch selber erlebt hat und uns daran teilhaben lässt.

Ich war auf dem Kirchentag und kann Ihnen versichern, dass der Klimaschutz dort ernst genommen wird. Sind es nicht die Kirchen, die sich mit „Brot für die Welt“ oder „Misereor“ in die Regionen wagen, die schon jetzt massiv unter dem Klimawandel leiden?

Auf den „Fridays for Future“ Veranstaltungen habe ich Kinder und Jugendliche mit unglaublichem Fachwissen und sozialer Kompetenz erlebt. Daher finde ich es gut und richtig, wenn verantwortliche Erziehungsberechtigte diese Veranstaltungen zum außerschulischen Lernort definieren und ihren „Zivilen Ungehorsam“ aufheben.

Meine fachliche Kompetenz liegt in Lösungen für regenerative Energiesysteme. Ich kann Ihnen versichern, dass nicht alle Probleme gelöst sind. In den letzten 30 Jahren hatte ich aber viel zu häufig mit der Verteidigung alter Besitzstände zu tun. Nur durch beharrlicher fachlicher Begründung konnten die zunächst unangenehmen Änderungen durchgesetzt werden. Haben wir nicht jetzt schon ein Verteilnetz, das abschnittsweise mit mehr regenerativer Energie klarkommt als zur selben Zeit bezogen wird? Das müssen wir jetzt weiter stabilisieren, damit dieses auch ohne unbehagliches Gefühl funktioniert. Ich glaube, dass Wirtschaftsexperten mir bestätigen, dass die einzige Konstante in der Veränderung liegt.

Rainer Klosse, Blumenstr. 4, 26382 Wilhelmshaven

Jul 022019
 

MeerMenschlichkeit

Initiative ‘Meer Menschlichkeit’ veranstaltet Demo für Kapitänin Rackete

Die Initiative ‚Meer Menschlichkeit‘ von Alexander Westerman, Olaf Harjes und Ulf Berner ruft für Samstag zur Demonstration gegen das Ertrinken von Flüchtlingen im Mittelmeer und zur Solidaritätskundgebung mit Kapitänin Carola Rackete auf.

Bereits 2018 hatten die Drei mit einem Aufruf und unterstützt von Parteien, Kirchen, Organisationen und vielen Einzelpersonen, 2500 Menschen bewegt, in Dangast auf den Deich zu kommen, um für die Rettung flüchtender Menschen im Mittelmeer zu demonstrieren.

Die Verhaftung der Kapitänin Carola Rackete von der ‚Sea Watch 3‘ in Italien und dem damit verbundenen Demonstrationsaufruf der Organisation Seebrücke, nehmen die Drei zum Anlass erneut aktiv zu werden.

Unter dem Motto #FREECAROLA hat ‚Meer Menschlichkeit‘ gemeinsam mit der Kommunalpolitikerin Antje Kloster, am Samstag, 06. Juli 2019 um 14.00 Uhr eine Kundgebung auf dem Börsenplatz angemeldet.

Wieder zeichnet sich ein großer Unterstützer*innen-Kreis ab.

Mitwirkende und Unterstützergruppen sind eingeladen Transparente mitzubringen und für kurze Statements das Mikrofon zu ergreifen.
Wichtig ist es den Veranstaltern darauf hinzuweisen, dass die politisch Rechte nicht erwünscht ist.
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage : https://meer-menschlichkeit.stadt-media.de


Auch wenn Frau Rackete frei ist, bleibt die Situation angespannt
Nach aktuellen Medienberichten wurde Carola Rackete freigelassen. Dies ändert im Grundsatz nichts an der Kriminalisierung von privaten Rettungsorganisationen.
Die von den Medien bekannt gegebene Freilassung der deutschen Kapitänin Carola Rackete ist aus Sicht der Initiative Meer-Menschlichkeit zwar erfreulich, ändert aber im Grundsatz nichts an dem Anlass für die geplante Kundgebung am 06.07.2019 in Wilhelmshaven.
Die Einzelfallentscheidung des italienischen Gerichts ändert nichts an der grundsätzlichen Kriminalisierung privater Rettungsorganisationen im Mittelmeer. Gegen diese und gegen die Abschottungspolitik Europas, wie auch die mangelhafte, internationale Bekämpfung von Fluchtursachen richtet sich die Kundgebung am Samstag.

 

Jun 242019
 

[SCM]actwin,0,0,0,0;Fahrrad-Demo4 PM.pdf - Adobe Acrobat Acrobat 24.06.2019 , 15:16:17

4. Fahrrad-Demo am 28. Juni 2019
Start um 16.00 Uhr auf dem Bismarckplatz

Pressemittteilung vom 24. Juni 2019 * Es ist vielfach erklärter politischer Wille, den Radverkehrsanteil auch in Wilhelmshaven deutlich zu erhöhen. An Argumenten für diese Zielsetzungen fehlt es nicht: Gesundheitsförderung, Umwelt- und Klimaschutz, geringer Flächenverbrauch, keine Parkplatzprobleme, Verkehrslärmvermeidung, Wirtschaftlichkeit u.a.m.

Allein der politische Wille und die guten Argumente sind nicht genug, um AutofahrerInnen zu ihrer persönlichen Verkehrswende zu bewegen. Es müssen Rahmenbedingungen für einen guten und sicheren Radverkehr und damit Anreize für einen Umstieg aufs Rad geschaffen werden.
Dies geht nur durch Umverteilung von Verkehrsraum, Neu-, Ausbau und Instandsetzung von Radverkehrswegen, Trennung von Rad- und Kfz-Verkehr, fahrradfreundliche Verkehrslenkung
und Verkehrsführung.

Nach Jahrzehnten der einseitigen Orientierung an den Bedürfnissen des Autoverkehrs müssen
Rat und Verwaltung jetzt klare Prioritäten für einen besseren und sicheren Radverkehr setzen.

Dafür gehen Wilhelmshavener Radlerinnen und Radler auf die Straße und zeigen ihr Interesse an einem fahrradfreundlichen Wilhelmshaven. Natürlich mit dem Fahrrad oder E-Bike

 

Jun 192019
 

Hotel am Banter See?

(jm) Auf der gestrigen Sitzung (18.06.) des Ausschusses „Planen und Bauen“ wurden das Tourismus- sowie das Hotelkonzept von Frau Hillermann von der Münchener Auftragsfirma „Kohl & Partner“ vorgestellt.  Sie betonte, dass es sich dabei um einen Handlungsrahmen handele, der von der Stadt ausgefüllt werden müsse…

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Jun 162019
 

Diskussion über Energiewende

Leserbrief zum WZ-Bericht „SPD – Prof. Appel sorgt sich um Stabilität des Stromnetzes“

Herr Prof. Appel hatte auf Einladung der SPD und in der WZ ein weiteres mal die Gelegenheit, den durch Menschen angetriebenen Klimawandel zu leugnen und Menschen im grundlegendem Schulwissen zu verunsichern.

Durch den Begriff „Querdenker“ soll ihm wohl eine Opferrolle zugesprochen werden nicht gehört zu werden gegenüber z.B.  mehr als 28000 in Deutschland tätigen Wissenschaftler die erneut auf den katastrophalen Handlungsstillstand beim CO2 Ausstieg und Klimaschutz hinweisen.

Es ist schlichtweg ein NoGo, weiter fossile Brennstoffe über die Grenzwerte des Pariser Klimaabkommen 2030 hinaus auszustoßen. Der beschlossene Kohleausstieg für Deutschland bis 2038 reicht nicht aus und die Verkehrspolitik hat in den letzten 10 Jahren einen CO2 Anstieg anstatt Senkung erbracht.

Ein weiter so wie bisher, führt zu einer Erderwärmung um 4 ° C bis zum Jahr 2100. Leider wurden alle seriösen Klimavorhersagen ausgehend von 1990 bis heute weitgehend getroffen bzw. sogar übertroffen, daher ist davon auszugehen, dass auch die 4°C bei Untätigkeit zur Jahrhundertwende mit einer hinreichenden Genauigkeit eintreffen. Bei 4° C reden wir von der weitgehenden Unbewohnbarkeit des afrikanischen Kontinents. Überschwemmungen großer Teile Niedersachsens sind zu erwarten, oder können Sie sich vorstellen das höhere Deiche mehrere Meter Meeresanstieg zusammen mit immer heftiger werdenden Stürmen dauerhaft standhalten werden. Ein Artensterben in nie dagewesenem Ausmaß hat bereits begonnen. Eine Millionen Arten sind infolge des Klimawandels und der aktuellen Agrawirtschsft direkt vom Aussterben bedroht. Herr Prof. Appel wohl nicht mehr aber die Kids von „Friday for Future“ werden wohl die einsetzenden Flüchtlingsströme miterleben die vor Hunger oder Überflutung, Wetterkatastropen und Bürgerkriegen gezwungen sind ihr Heimat zu verlassen, wenn sie nicht selbst los ziehen müssen weil Ihnen buchstäblich das Wasser bis zum Hals steht.

Wenn Sie den 28000 Wissenschaftlern überzogene Panikmache unterstellen, lassen Sie sich doch bitte auf folgendes Gedankenexperiment ein.

Sie fahren mit hoher Geschwindigkeit ein Fahrzeug und sehen vor sich eine Gefahr, die Sie nicht einschätzen können, würden Sie dann nicht wie jeder andere auch, die Geschwindigkeit soweit reduzieren damit ein sicheres passieren der Gefahrenstelle möglich wird?

Herr Prof. Appel schlägt vor durch weiteren Zubau von Kohlekraftwerken die Geschwindigkeit noch mal zu erhöhen um die Gefahrenstelle so schnell wie möglich zu umfahren.

Wenn also akzeptiert wird, dass der Kompromiss des „Pariser Klima Abkommen“ eingehalten werden muss, selbst für Deutschland, dann kann man sich über das „wie“ unterhalten. Um den besten Weg zu stabilen Netzen, Versorgungssicherheit oder Energiespeicher kann dann gestritten werden. Es gibt noch nicht Antworten zu allen Fragen. Klimaskeptiker wie Herr Prof. Appel werden immer die Möglichkeit finden einzelne Themen herauszupicken und damit das gesamte in Frage zu stellen.

Aber es gibt auch Menschen, die anpacken, um die Katastrophe aufzuhalten. So sind auf EU Ebene und in den Arbeitskreisen des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.)  kürzlich Netzanschlussregeln verabschiedet worden, die Fragen zu stabilen Netzen aufgreifen und erhebliche Fortschritte erlangt haben. Der selbsternannte Stromnetzexperte Herr Prof. Appel ist seit Jahren nicht auf einer dieser Veranstaltungen gesehen worden.

Ich würde mir wünschen, dass sich die SPD sowie auch alle anderen Parteien und Entscheidungsträgern von Experten zum Klimaschutz beraten lassen, die sich positiv am Klimaschutz beteiligen und nicht zu beginn erst mal grundlegendes Schulwissen anzweifeln.

Das neu gegründete regionale Netzwerk „Scientist for Future, Bremen“, mit beteiligten auch aus Wilhelmshaven vermittelt Experten, die ihnen gerne den Stand der Wissenschaft vermittelt. Angst ist ein schlechter Ratgeber, solide Wissenschaft kann da schon mehr.

Rainer Klosse, Blumenstr. 4, 26382 Wilhelmshaven

Apr 232019
 

DGB Logo

1. Mai in Wilhelmshaven

Der DGB-Stadtverband Wilhelmshaven und seine Gewerkschaften laden zur 1. Maiveranstaltung rund ums Kulturzentrum Pumpwerk ein.

Mit der Begrüßung des Stadtverbandsvorsitzenden Axel Opitz wird die Veranstaltung um 11.00 Uhr eröffnet. Auf das Motto: „Europa. Jetzt aber richtig“ wird Dr. Patrick Schreiner, ver.di Bundesvorstand – Abteilung Wirtschaftspolitik, eingehen.

Mit vielfältigen und kreativen Aktionen werden wir auf den DGB Zukunftsdialog mit dem Themenschwerpunkt „Wohnen und Leben in Wilhelmshaven“, aufmerksam machen und dabei die Besucherinnen und Besucher des Festes animieren sich an den Aktionen zu beteiligen.

Natürlich wird auch das Thema Europa, so kurz vor der Wahl, nicht zu kurz kommen. Wie soll ein soziales Europa aussehen, was ist uns dabei wichtig? Was muss sich ändern, damit endlich gute Arbeit, sozialer Fortschritt und Wohlstand – kurz um der Mensch im Mittelpunkt europäischer Politik steht?

In diesem Jahr wird „der „Tag der Arbeit“ musikalisch von lokalen Bands eingerahmt. Die Bands Rake the Fonts, Majanko und The International Vagabond Orchester werden verschiedene Musik- und Stilrichtungen abbilden, so dass wir mit einem bunten musikalischen Programm aufwarten können.

Auch dieses Jahr beteiligen sich wieder weit über 20 Verbände und Organisationen mit vielen Informationen und ideenreichen Aktionen an der Maiveranstaltung des DGB-Stadtverbandes Wilhelmshaven.

Natürlich kommen auch unsere jüngsten Gäste an diesem Tag nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl wird gut gesorgt sein! Eben ein abwechslungsreicher und informativer Tag für die ganze Familie!

Apr 172019
 

Abrüsten statt aufrüsten – Verbot der Atomwaffen! Für eine Welt des Friedens!

Am Ostermontag findet in Wilhelmshaven wieder ein Friedensmarsch statt.

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr auf dem

  • Börsenplatz, dort spricht Pastor Rüdiger Möllenberg (Kirchenkreis Friesland/Wilhelmshaven), dann geht es weiter:
  • Synagogenplatz (Redner: Hanso Janßen, Vorsitzender des Landesverbandes der Grünen Nds.)
  • Reichpietsch/Köbes Platz = alter Rathausplatz Göker-/Rheinstraße (Redner: Amira Mohamed Ali, MdB, Linke)
  • Krökelplatz (Redner Axel Opitz, DGB)
  • Banter Kirche (Redner Pastor Stefan Stalling)
  • Börsenplatz (Redner Jannes Wiesner, Jugendparlament Friesland)

Neben den genannten Organisationen beteiligen sich auch: SPD Kreisverband Wilhelmshaven, Jusos in der SPD, linksjugend, Jugendparlament Wilhelmshaven, Arbeitsloseninitiative WHV/FRI, Meer Menschlichkeit, Gegenwind, Schlicktown Mag.A.Zine/Stadtmedia

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