Nov 112019
 

Ehrenamtliche Helfer*innen suchen dringend leerstehende Räume zur kostenlosen Nutzung

(red) Seit mehreren Jahren betreibt Elke Godzik zusammen mit weiteren Ehrenamtlichen eine Einrichtung für Obdachlose. Jeden Mittag erhalten die Bedürftigen dort eine frisch gekochte warme Mahlzeit. Bislang konnten dafür kostenlos Räume im ehemaligen Willehad-Hospital genutzt werden. Dies war immer eine befristete Lösung – bis zum geplanten Umbau der Räume. Nun wird die Baumaßnahme konkret, bis Ende des Monats muss das Domizil geräumt sein, der Strom wurde bereits abgestellt. Händeringend sucht das ehrenamtliche Team eine neue Bleibe.

Ende Oktober war Godzik zu Gast in der NDR Talkshow und startete dort einen Hilferuf. Es gibt bekanntlich zahlreiche Leerstände in der Stadt – die große Hoffnung ist, dass ein*e Eigentümer*in solche Räume kostenlos zur Verfügung stellt und zusätzlich jemand für die Nebenkosten aufkommt. Die Obdachlosenhilfe ist bislang kein eingetragener Verein, der durch Mitgliedsbeiträge und Spenden über einen Etat für Miet- und Nebenkosten verfügen könnte.

Nach dem NDR-Aufruf erhielt Godzik zwar zwei Angebote, sie entschied sich für eine Halle in Heppens, doch inzwischen entpuppte sich dieses Angebot als Luftnummer. Die Zeit läuft der Obdachlosenhilfe davon – auf vielen Kanälen wird der Hilferuf verbreitet und auch wir unterstützen den Appell, eine ohnehin ungenutzte Räumlichkeit für diesen guten Zweck zur Verfügung zu stellen.

Okt 292019
 

BUND und NABU widersprechen der Darstellung der Jagdpächter

Wildschwein. Foto: BUND

Wildschweine sind Allesfresser und deshalb für bedrohte Vogelarten und ihre Lebensräume eine große Gefahr. Foto: BUND

(red) Im WZ-Artikel vom 22.10. „Wildschweine: Stadt braucht Bedenkzeit“ erhielten die Jagdpächter Gelegenheit, die Situation im Naturschutzgebiet Voslapper Groden aus ihrer Sicht darzustellen. Naturschutzverbände kritisieren diese Darstellung als einseitig und in Teilen falsch. In einer gemeinsamen Presseerklärung erläutern die Wilhelmshavener Kreisgruppen des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und des NABU (Naturschutzbund Deutschland) die naturschutzfachlichen Zusammenhänge.

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Okt 232019
 

Dazwischengefunkt

Die Bahnstrecke bei Sengwarden soll monströs verpackt werden. Foto: Gegenwind

Die Bahnstrecke bei Sengwarden soll monströs verpackt werden. Foto: Gegenwind

(iz) Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Auch die Deutsche Bahn nicht. Aber vermutlich kommt der Konzern nicht drumherum, die Sengwarder Marsch mit einem Bauwerk zu verschandeln, das seinesgleichen sucht. Der Hintergrund sind sehr spezielle Anforderungen der Marine zum Schutz ihrer Funkanlage auf dem Sengwarder Kasernengelände.

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Okt 212019
 

Petitionsübergabe durch Ulf Berner (links) an den Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Hans-Joachim Grote

Petitionsübergabe durch Ulf Berner (links) an den Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Hans-Joachim Grote – Foto freigegeben von CAMPACT e.V.

‚Ein Faschist darf kein Beamter sein‘, lautet die Petition, die der Wilhelmshavener Ulf Berner am Freitag, 18.10.2019 vor dem Bundesrat in Berlin dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Hans-Joachim Grote, übergab.

Wilhelmshaven / Berlin, 19.10.2019 – Vorausgegangen war dem das Urteil des Meininger Verwaltungsgerichtes im September 2019, das entschieden hatte, dass der thüringische Landtagsabgeordnete und Sprecher der thüringischen AfD, Björn Höcke, als ‚Faschist‘ bezeichnet werden darf.

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Okt 062019
 

Mit Spaß und Kreativität gegen die Verschwendung von Lebensmitteln

Bunte Möhrenvielfalt. Foto: BUND

Foto: BUND

Am kommenden Donnerstag lädt die BUNDjugend Wilhelmshaven gemeinsam mit der Initiative SelbstFairSorgt zu einer Schnibbelparty ins Jugendzentrum „Point“ ein. Aus geretteten Lebensmitteln wird gemeinsam etwas Tolles gekocht. Begleitet wird das Ganze mit Musik, zu der natürlich gern getanzt werden darf. Eingeladen sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren.

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Sep 242019
 

Die Plastikflut schlägt große Wellen

BUNDjugend und Kreisgruppenmitglieder schufen gemeinsam ein Müll-Kunstwerk. Foto: BUND

BUNDjugend und Kreisgruppenmitglieder schufen gemeinsam ein Müll-Kunstwerk. Foto: BUND

„StreetArt“ der besonderen Art: Die BUNDjugend Wilhelmshaven macht das Plastikmüllproblem mit einem Kunstwerk in der Marktstraße sichtbar. Jeder kann Teil des Projektes werden.

(red) Einen Tag nach dem weltweiten Klimastreik, an dem sich in Wilhelmshaven etwa 500 Menschen beteiligten, ging es für die BUNDjugend Wilhelmshaven mit konkreten Aktivitäten weiter. Am Samstagvormittag sammelten die jungen Umweltschützer rund um den Banter See Müll. Im Anschluss wurden die Fundstücke – überwiegend Verpackungsmaterial und andere Einwegartikel aus Plastik – zu einer besonderen Skulptur verarbeitet: In mehreren Stunden Arbeit entstand vor den Augen vieler interessierter Passanten in der Marktstraße eine „Welle“ aus Plastikmüll. Unterstützt wurde der BUND-Nachwuchs von Mitgliedern der BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven und der JadeWale.

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Sep 012019
 

"Lasst uns die Warnungen erneuern ... !"

Gedenkfeier zum Antikriegstag am Wilhelm-Krökel-Platz

Kranzniederlegung zum Antikriegstag 2019. Foto: Gegenwind

Kranzniederlegung zum Antikriegstag 2019. Foto: Gegenwind

(red) Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg. In der Bundesrepublik Deutschland wird dieser Tag alljährlich als „Antikriegstag“ begangen. Die westdeutsche Initiative für diesen Gedenktag ging vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aus, der erstmals am 1. September 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zu Aktionen aufrief. In Wilhelmshaven findet die Gedenkveranstaltung traditionell am Wilhelm-Krökel-Platz statt.

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Aug 252019
 

Bröckelnde Fassade der zivilisierten Gesellschaft

Grandios: „Der Gott des Gemetzels“ an der Landesbühne

Szene aus "Der Gott des Gemetzels". Foto: Landesbühne

Szene aus „Der Gott des Gemetzels“. Foto: Landesbühne

(iz) Zwei Ehepaare, zwei vorpubertäre Söhne, zwei ausgeschlagene Schneidezähne: Mehr braucht es nicht für ein intensives wie unterhaltsames Kammerspiel, in dem innerhalb von 80 Minuten alle Register menschlicher Interaktionen gezogen werden.

Ach ja, ein Hamster spielt dabei noch eine Rolle, er bleibt aber genauso unsichtbar wie die beiden Rotzlöffel, deren handfeste Auseinandersetzung Anlass für das Zusammentreffen der beiden Elternpaare ist. Formal werden sie sich über die Schuldfrage schnell einig, ohne große Umschweife ist das Schriftstück für die Krankenversicherung unterzeichnet. Aber es wäre ja schade, wenn das Stück nach zehn Minuten vorbei wäre – denn jetzt geht es erst richtig los. Die Eltern des schlagkräftigen Jungen sind schon im Gehen begriffen, doch dann ist es nicht nur der von den Gastgebern angebotene Kuchen, der sie zum Bleiben veranlasst. Zunächst fliegen kleine nadelspitze Bemerkungen hin und her, in scheinbar trauter Einigkeit verteidigen beide Paare ihre Brut und ihr Beziehungsgebäude. Doch im Eifer des Gefechts- zu späterer Stunde noch durch Alkohol befeuert – beginnen die Fassaden zu bröckeln und die Protagonisten sich zu entblößen. Die Solidarität der Paarbeziehungen löst sich auf. Es folgt ein fortwährender Rollentausch im klassischen Verfolger-Opfer-Retter-Dreieck, statt zwei gegen zwei heißt es am Ende jede*r gegen jede*n. Was von der Anlage her nach Boulevard-Komödie riecht, entpuppt sich als tiefgründige Kritik an den Konventionen unserer scheinbar zivilisierten Gesellschaft. So amüsant die scharfzüngigen Dialoge auch sind, beim Zuschauen bleibt das Lachen oft im Halse stecken, weil sich jede*r in den Protagonisten wiedererkennt.

Das Stück „Der Gott des Gemetzels“ der französischen Autorin Yasmina Reza eroberte nach der Uraufführung 2006 die Bühnen der Welt. Allein im deutschsprachigen Raum wurde es an über 90 Theatern gespielt. Mit der Verfilmung von Roman Polanski 2011 gelangte es auch über Theaterkreise hinaus zu Weltruhm. Abgesehen von zwei Außenaufnahmen bleibt jedoch auch der Hollywood-Film ein Kammerspiel, das macht ihn so besonders – er lebt von den pointierten Texten und damit vom Spiel der Mitwirkenden. Genau wie auf der Bühne, und das machen die vier vom Ensemble der Landesbühne ganz großartig: Aida-Ira El-Eslambouly als Anette, die als Anlageberaterin zunächst auch diesen privaten (Vor)Fall kühl-professionell abwickeln will, bis es ihr im wahrsten Sinne des Wortes hochkommt; Sven Heiß als ihr Gatte Alain, der während des Vierer-Disputs ständig am Handy hängt, um als Anwalt eines Pharmakonzerns einen Skandal zu vertuschen; Aom Flury als Michel, der bodenständige Haushaltswarenhändler und Familienvater, der sich am Ende als Zyniker entpuppt; und Ramona Marx als sozial engagierte Buchautorin Véronique, die inmitten des Gemetzels immer wieder an das Gute appelliert, bis auch ihr am Ende sichtbar fast die Halsschlagader platzt. Alle vier spielen sich (unter Regie von Krystyn Tuschhoff, cooles Bühnenbild: Uta Materne) nach und nach in Rage und entwickeln und entlarven dabei überzeugend ihre Rollencharaktere – absolut sehenswert!

Abspann: Für diese wundervolle Inszenierung kommen weder Hamster noch andere Tiere zu Schaden, wohl aber ein Blumenstrauß.

Weitere Termine im TheOs Wilhelmshaven: Sa., 31/08/2019, 20.00 Uhr; Sa., 14/09/2019, 20.00 Uhr; Do., 26/09/2019, 20.00 Uhr; Mi., 02/10/2019, 20.00 Uhr; So., 13/10/2019, 18.00 Uhr; Fr., 25/10/2019, 20.00 Uhr; Fr., 01/11/2019, 20.00 Uhr; Sa., 09/11/2019, 20.00 Uhr; Mo., 25/11/2019, 20.00 Uhr. Weitere Termine möglich!

Aug 222019
 

[SCM]actwin,0,0,0,0;Plakat_Antikriegstag_WHV_2019.pdf - Adobe Acrobat Acrobat 22.08.2019 , 14:36:56

Gedenkfeier zum 1. September – Antikriegstag 2019

Pressemitteilung vom 22.08.2019 * Seit 1957 steht der 1. September, der Antikriegstag, für Frieden, Demokratie und Freiheit. Mit dem Antikriegstag erinnern die Gewerkschaften zusammen mit der Friedensbewegung an den Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen und den Beginn des zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 mit über 60 Millionen Toten. Unter den Verfolgten, Misshandelten und Ermordeten waren Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende. Achtzig Jahre nach Beginn des grauenhaften Vernichtungskrieges der Nazis haben wir allen Anlass, am Antikriegstag daran zu erinnern, wohin das Wiedererstarken von blindwütigem Nationalismus und Militarismus, von Menschenfeindlichkeit und Rassismus führen kann.

Die aktuelle Weltlage verdeutlicht, dass Demokratie, Frieden und Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist, sondern immer wieder entschlossen verteidigt werden muss. Der DGB Kreisverband Wesermarsch ruft alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an einer

Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung

am 01.09.2019, um 11:15 Uhr

am Wilhelm-Krökel-Platz (Werft-, Ecke Börsenstraße) auf.

Axel Opitz – DGB Vorsitzender des Stadtverbandes Wilhelmshaven wird die Gedenkveranstaltung um 11:15 Uhr eröffnen. Die diesjährige Rede zum Antikriegstag unter dem Motto „Nie wieder Krieg,  nieder wieder Faschismus!“ hält Dorothee Jürgensen – Regionsgeschäftsführerin DGB Region Oldenburg-Ostfriesland.

„Der Kampf gegen Faschismus, nationalistische Kriegstreiberei und bedingungsloses Wettrüsten ist längst nicht vorbei. Deshalb ist es so wichtig am Antikriegstag ein deutliches Zeichen gegen Krieg und Faschismus und für eine starke Demokratie und Freiheit zu setzen“, betont Axel Opitz.

Auch heute sind rund 70 Millionen Menschen vor Krieg und Bürgerkrieg, vor politischer Verfolgung, vor Naturkatastrophen und Armut auf der Flucht. All diese Probleme lassen sich nur mit weniger statt mit mehr Waffen lösen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, engagiert sich der DGB in der Friedensinitiative „Abrüsten statt Aufrüsten“. Deren Aufruf gegen das Zwei-Prozent-Ziel der NATO haben inzwischen mehr als 150.000 Unterstützerinnen und Unterstützer unterzeichnet. Der DGB ruft öffentlich dazu auf, den Aufruf mit zu unterschreiben und sich an den zahlreichen Aktionen der Initiative sowie an den Gedenkveranstaltungen zum Antikriegstag zu beteiligen. (https://abruesten.jetzt )

Plakat_Antikriegstag_WHV_2019

Antikriegstagsaufruf 2019

Aug 092019
 

[SCM]actwin,0,0,0,0;PM_RetteDeinTheater_ZweitePetitionZurMitzeichnungOnline.pdf - Adobe Acrobat Acrobat 10.05.2019 , 14:18:14

Das Kulturkarussell dreht sich wieder

Am 17. August gibt es vieles im Stadttheater und der Nachbarschaft zu entdecken – Neuerungen und Altbewährtes beim traditionellen Kulturnachmittag zur Spielzeiteröffnung der Landesbühne Niedersachsen Nord
Schon mal beim Intendanten im Büro gewesen? Eine Pyro- und Gefahrenshow auf der Bühne erlebt? Bei einer Führung die Katakomben des Theaters entdeckt? Das KULTURKARUSSELL dreht sich in diesem Jahr bunter, funkensprühender und nachhaltiger.
Zur Eröffnung der Spielzeit 2019/20 lädt der Tag der offenen Tür am Samstag, 17. August, ab 14 Uhr zu spannenden Einblicken in die Theaterwelt und zeigt die Menschen, die all dies ermöglichen: Die Bühnentechniker*innen lassen in der Montagehalle die Muskeln spielen, der Marketingleiter macht persönliche Plakate, die Dramaturg*innen nehmen Stückwünsche entgegen, das Ensemble probt, liest und singt auf den Probebühnen und die Theaterwerkstätten können mit der ganzen Familie erkundet werden, bevor die allseits beliebte Kostümversteigerung um 17.00 Uhr beginnt.

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Aug 072019
 

[SCM]actwin,0,0,0,0;E-Politischen Sommerfest_presse.pdf - Adobe Acrobat Acrobat 07.08.2019 , 22:12:38

laden ein,

zum politischen Sommerfest am 10.08.2019, Weserstraße 49 b, 26382 Wilhelmshaven

Wer gut kämpft, soll auch gut feiern!

…und zu feiern haben wir einiges…

Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Insolvenzhilfevereins, der DGB Rechtsstelle und der DGB Geschäftsstelle sowie 25 Jahre Bestehen der Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven/Friesland.
Hierzu laden wir Sie/Euch herzlich ein.
In entspannter Atmosphäre eines Grillfestes möchten wir die Gelegenheit nutzen, Ihnen/Euch für die Unterstützung, für die unzähligen ehrenamtlich geleisteten Stunden und für das politische Engagement zu danken.

Programm

14:00 Uhr Eintreffen der Gäste

14:30 Uhr Begrüßungsworte

Grußwort von Holger Ansmann,

SPD, MdL und Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Migration

Rede von Horst Schmitthenner

Vorstand des Fördervereins gewerkschaftlicher Arbeitslosenarbeit e.V. und ehemaliges Mitglied im Hauptvorstand der IGM für Sozialpolitik

15:30 Uhr

Polit-Talk – Engagierte Menschen haben das Wort!

Musikalisch begleitet uns Karsten Höfft

Anschließend geselliges Beisammensein und Zeit zum Austausch.

Jul 232019
 

Ignoranter Startschuss

Norddeutsche Hafenkooperation mit Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven würde die Elbvertiefung überflüssig machen

Elbinsel bei Glückstadt. Foto: Gegenwind

Elbinsel bei Glückstadt. Foto: Gegenwind

Am heutigen Dienstag läuten Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann den Start der Arbeiten für die umstrittene Elbvertiefung ein. Damit beginnt die größte Flussvertiefung aller Zeiten an der Tideelbe. Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF befürchten gravierende Verschlechterungen für die Flussökologie und halten das Projekt weiterhin für rechtswidrig.

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Jul 062019
 

Seenotrettung kennt keine Grenzen

Demonstration auf dem Börsenplatz gegen das Ertrinken im Mittelmeer. Foto: Gegenwind

Demonstration auf dem Börsenplatz gegen das Ertrinken im Mittelmeer. Foto: Gegenwind

(iz) Bundesweit demonstrierten heute etwa 45.000 Menschen in über 100 Städten und Gemeinden für die Rettung in Seenot geratener Flüchtlinge im Mittelmeer und gegen die Kriminalisierung der Retter*innen. In Wilhelmshaven folgten gut 120 Menschen dem Aufruf der regionalen Initiative „Meer Menschlichkeit“ zu einer Kundgebung auf dem Börsenplatz und sprachen sich dafür aus, dass Wilhelmshaven „sicherer Hafen“ für Geflüchtete wird.

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Jul 042019
 

In seinem Leserbrief reagiert Rainer Klosse auf den WZ-Gastbeitrag von Lutz Bauermeister vom 25.6.2019 mit dem Titel „Debatte über CO2-Vermeidung statt Klima-Religion“:

Vielen Dank, Herr Bauermeister, dass Sie zum Ende Ihres Artikels festgestellt haben, dass der Klimawandel am Ende außer Frage steht. Der vorangestellte Artikel jedoch diffamiert, ja beleidigt alle die ein Klima gerechtes Handeln anmahnen. Stattdessen stellen Sie sich als Kenner wirtschaftlichen, liberalen Handelns vor. Um es mit Ihren Worten zu beschreiben, habe ich an keiner Stelle beobachten können, dass Sie Ihren Taschenrechner tatsächlich benutzt haben, uns mitteilen wie Sie Ergebnisse erreichen wollen.

Gemischt mit Halbwahrheiten, persönlicher Meinungen und Aneinanderreihung von Schlagworten, die in diesem Zusammenhang Verunsicherung hervorrufen sollen, macht mir Ihr Artikel Angst.

Das nach Ihrer Ansicht über Deutschland lachende China hat uns im Bereich Photovoltaik, Elektrospeicher und Elektromobilität in der Technologie bereits überholt. Entgegen Ihrer Suggestion hat China das Pariser Klimaabkommen unterschrieben und nimmt seine Ziele ernst. Die Anzahl von neu installierten Windenergieanlagen lassen auf Fachkonferenzen den Experten den Mund offenstehen.

Eine Methode des wirtschaftlichen Handels ist, Ergebnisse vom Ende zu betrachten (top to down). Damit beginnt ein jeder externe und bis dahin unbeteiligte Firmenberater. Hier stellen z.B. die „Fridays for Future“ Kinder fest, dass die von Ihnen genannten „Kraftanstrengungen“ leider nicht genug sind.

Ich würde mir wünschen, dass jeder in seinen „Gast Beiträgen“ von den Dingen berichtet, die er auch selber erlebt hat und uns daran teilhaben lässt.

Ich war auf dem Kirchentag und kann Ihnen versichern, dass der Klimaschutz dort ernst genommen wird. Sind es nicht die Kirchen, die sich mit „Brot für die Welt“ oder „Misereor“ in die Regionen wagen, die schon jetzt massiv unter dem Klimawandel leiden?

Auf den „Fridays for Future“ Veranstaltungen habe ich Kinder und Jugendliche mit unglaublichem Fachwissen und sozialer Kompetenz erlebt. Daher finde ich es gut und richtig, wenn verantwortliche Erziehungsberechtigte diese Veranstaltungen zum außerschulischen Lernort definieren und ihren „Zivilen Ungehorsam“ aufheben.

Meine fachliche Kompetenz liegt in Lösungen für regenerative Energiesysteme. Ich kann Ihnen versichern, dass nicht alle Probleme gelöst sind. In den letzten 30 Jahren hatte ich aber viel zu häufig mit der Verteidigung alter Besitzstände zu tun. Nur durch beharrlicher fachlicher Begründung konnten die zunächst unangenehmen Änderungen durchgesetzt werden. Haben wir nicht jetzt schon ein Verteilnetz, das abschnittsweise mit mehr regenerativer Energie klarkommt als zur selben Zeit bezogen wird? Das müssen wir jetzt weiter stabilisieren, damit dieses auch ohne unbehagliches Gefühl funktioniert. Ich glaube, dass Wirtschaftsexperten mir bestätigen, dass die einzige Konstante in der Veränderung liegt.

Rainer Klosse, Blumenstr. 4, 26382 Wilhelmshaven

Jul 022019
 

MeerMenschlichkeit

Initiative ‘Meer Menschlichkeit’ veranstaltet Demo für Kapitänin Rackete

Die Initiative ‚Meer Menschlichkeit‘ von Alexander Westerman, Olaf Harjes und Ulf Berner ruft für Samstag zur Demonstration gegen das Ertrinken von Flüchtlingen im Mittelmeer und zur Solidaritätskundgebung mit Kapitänin Carola Rackete auf.

Bereits 2018 hatten die Drei mit einem Aufruf und unterstützt von Parteien, Kirchen, Organisationen und vielen Einzelpersonen, 2500 Menschen bewegt, in Dangast auf den Deich zu kommen, um für die Rettung flüchtender Menschen im Mittelmeer zu demonstrieren.

Die Verhaftung der Kapitänin Carola Rackete von der ‚Sea Watch 3‘ in Italien und dem damit verbundenen Demonstrationsaufruf der Organisation Seebrücke, nehmen die Drei zum Anlass erneut aktiv zu werden.

Unter dem Motto #FREECAROLA hat ‚Meer Menschlichkeit‘ gemeinsam mit der Kommunalpolitikerin Antje Kloster, am Samstag, 06. Juli 2019 um 14.00 Uhr eine Kundgebung auf dem Börsenplatz angemeldet.

Wieder zeichnet sich ein großer Unterstützer*innen-Kreis ab.

Mitwirkende und Unterstützergruppen sind eingeladen Transparente mitzubringen und für kurze Statements das Mikrofon zu ergreifen.
Wichtig ist es den Veranstaltern darauf hinzuweisen, dass die politisch Rechte nicht erwünscht ist.
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage : https://meer-menschlichkeit.stadt-media.de


Auch wenn Frau Rackete frei ist, bleibt die Situation angespannt
Nach aktuellen Medienberichten wurde Carola Rackete freigelassen. Dies ändert im Grundsatz nichts an der Kriminalisierung von privaten Rettungsorganisationen.
Die von den Medien bekannt gegebene Freilassung der deutschen Kapitänin Carola Rackete ist aus Sicht der Initiative Meer-Menschlichkeit zwar erfreulich, ändert aber im Grundsatz nichts an dem Anlass für die geplante Kundgebung am 06.07.2019 in Wilhelmshaven.
Die Einzelfallentscheidung des italienischen Gerichts ändert nichts an der grundsätzlichen Kriminalisierung privater Rettungsorganisationen im Mittelmeer. Gegen diese und gegen die Abschottungspolitik Europas, wie auch die mangelhafte, internationale Bekämpfung von Fluchtursachen richtet sich die Kundgebung am Samstag.

 

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